15.07.2012 Sonntag 20:00 Uhr
Neue Synagoge, Mainz
Neue Synagoge, Mainz
Zu Gast in der Neuen Synagoge
»Ein Lächeln, weggeweht vom Sturm«
Das Leben der Alma Rosé

Künstler:
Corinna Harfouch, Rezitation
Latica Honda-Rosenberg, Violine
Hideyo Harada, Klavier
Latica Honda-Rosenberg, Violine
Hideyo Harada, Klavier
Programm:
Werke von Johann Sebastian Bach, César Franck, Firtz Kreisler, Ernst Bloch u. a.
Anhand von Briefen und Zeitzeugendokumenten begeben sich gleich drei herausragende Künstlerinnen – Corinna Harfouch, Latica Honda-Rosenberg und Hideyo Harada – auf die Spuren des tief bewegenden Schicksals einer außergewöhnlichen Frau: Alma Rosé. Die jüdischstämmige, 1906 in Wien geborene Nichte Gustav Mahlers verdankt ihre Ausbildung ihrem Vater Arnold Rosé, der als erster Konzertmeister der Wiener Hofoper tätig und Leiter des weltbekannten Rosé-Quartetts war. Das von ihr gegründete Damenorchester »Die Wiener Walzermädel«, mit dem sie lange Zeit durch Europa tourte, sollte später eine lebensrettende Referenz für sie werden: Im Juli 1943 wird Rosé ins KZ von Auschwitz deportiert und dort zur Leiterin des Mädchenorchesters ernannt. Die Überlebenden beschreiben die Arbeit unter Rosé als streng und intensiv – aber mit großer Hochachtung: »Schon bei den ersten Takten hielten wir den Atem an. Die Töne, die aus der Geige der neuen Kapellmeisterin erklangen, waren eine längst vergessene Welt [...]. Wer von uns überlebte, verdankte es ihr!«

