Geigenreigen
Zu allen Zeiten übte die Geige auf die Menschen eine ganz besondere Faszination aus. Mit ihrer ca. 500-jährigen Geschichte kann man sie als das höchst entwickelte Instrument des Abendlandes bezeichnen. Bereits im 16. Jahrhundert galt sie aufgrund ihrer Ausdruckskraft und ihrer himmlisch hohen Töne als Göttin der Streichinstrumente. Namen wie Stradivari, Paganini oder Tartinis »Teufelstriller« beflügeln auch heute noch die Fantasie der Zuhörer. Die Geige wird oft mit intensivem Gefühlserleben verbunden, zunächst galt die Geige aber als Instrument von niederem gesellschaftlichem Rang. Doch zu Beginn des 17. Jahrhunderts hob sich ihr Ansehen aufgrund ihrer Verwendung in Opern wie zum Beispiel Claudio Monteverdis »Orfeo«. Dieser Aufschwung setzte sich im Barock durch die Werke vieler geachteter Komponisten, die zugleich Virtuosen auf diesem Instrument waren, fort – darunter Arcangelo Corelli, Antonio Vivaldi, Giuseppe Tartini, Georg Philipp Telemann oder Johann Sebastian Bach. Bereits um die Mitte des 18. Jahrhunderts hatte sich die Violine zum gebräuchlichsten Solo- und Orchesterinstrument der europäischen Musik entwickelt. Das Rheingau Musik Festival hat in diesem Jahr Geigerinnen und Geiger aus aller Welt eingeladen, die die interessantesten Solowerke für Violine und Orchester bzw. Violine und Klavier, zum Teil aus ihren Heimatländern, mitbringen.
Alle Veranstaltungen zu »Geigenreigen«
28.6.2012 Lisa Batiashvili / Truls Mørk / Deutsches Symphonie-Orchester Berlin / Tugan Sokhiev
29.6.2012 Dmitry Sitkovetsky / Festival Strings Lucerne / Achim Fiedler
18.7.2012 Leticia Moreno / Nils Mönkemeyer / Kammerphilharmonie Amadé / Frieder Obstfeld
19.7.2012 Henning Kraggerud / kammerorchesterbasel
27.7.2012 Renaud Capuçon / La Chambre Philharmonique / Emmanuel Krivine
24.8.2012 Veronika Eberle / Helsinki Philharmonic Orchestra / John Storgårds
31.8.2012 Isabelle Faust / Alexander Melnikov
31.8.2012 Vilde Frang / WDR Sinfonieorchester Köln / Jukka-Pekka Saraste









