Komponistenporträt: Peter Eötvös

Peter Eötvös © Priska Ketterer
Es gibt nicht viele zeitgenössische Komponisten, die sich im aktuellen Bühnen- und Konzertgeschehen etablieren können. Peter Eötvös ist einer der wenigen Komponisten, dem dies gelungen ist. Seine Kompositionen werden weltweit erfolgreich aufgeführt, allein sieben Opern zählt der 1944 in Transsylvanien geborene Ungar zu seinem Schaffen. Bereits im Alter von 14 Jahren nahm Eötvös sein Studium bei Zoltán Kodály an der Budapester Musikakademie auf und war mit 16 als Theatermusiker soweit etabliert, dass er sich sein Studium mit der Komposition von Filmmusiken und Kindermusicals finanzieren konnte. Mit 21 Jahren bekam er ein Stipendium für die Musikhochschule in Köln, wurde als Tontechniker am Elektronischen Studio des WDR Köln angestellt und arbeitete kurz darauf mit Karlheinz Stockhausen zusammen. Immer auf der Suche nach der „idealen Kombination aus Musik und Theater“ entwickelt Eötvös seine Werke fortwährend weiter. Sein Opus umfasst dabei Orchesterwerke, Kammermusik, Opern, Multimedia Performances, Theater und Film. Sein Kompositionsstil wird als „sphärisch“, „jenseitig“ – und gleichzeitig als „pragmatisch“ beschrieben. „Schwingende Meditationsmusik“, die dennoch pointiert und melodisch ist und sich keiner seriellen Elemente bedient.

