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Neue Synagoge, Mainz

Die neue Synagoge in Mainz wurde am 3. September 2010 eingeweiht, am gleichen Ort, an dem 98 Jahre zuvor der Vorgängerbau errichtet wurde, und 72 Jahre nach ihrer gewaltsamen Zerstörung. Das Synagogenzentrum nach dem Entwurf von Manuel Herz greift auf die mehr als 1000-jährige Geschichte der Juden in Mainz, in Magenza, zurück. Mit Gerschom ben Jehuda – Meor Hagola, »Leuchte des Exils«– lebte die jüdische Tradition des Lehrens und Lernens, des Studium der Torah und des Talmuds wieder auf. Er legte den Grundstein für eine Generationenkette großer Rabbiner-Gelehrter des Mittelalters am Rhein: Raschi, Jehuda Hachassid, Maharam sind Namen, die sich im jüdischen Gedächtnis eingeschrieben haben. Die Silhouette des Gebäudes wird geprägt durch die fünf Buchstaben des Wortes »Keduscha«, das hebräische Wort für Heiligung. Die glasierte Keramikfassade verweist auf eine andere Ebene der Schrift, des Inskribierens bzw. des Einritzens in Stein. In der Gestaltung des Daches greift Architekt Manuel Herz das älteste jüdische Symbol auf, das Schofar oder Widderhorn, das für das Bündnis Gottes mit den Menschen steht. Es erinnert an das Opfer Abrahams und den Widder im brennenden Dornbusch. Das neue Synagogenzentrum ist ein Gebäude, das Interesse, Neugierde, Fragen, Dissens oder Konsens, auf jeden Fall aber Hoffnung wecken soll. Es will Menschen, Juden wie Nicht-Juden, anziehen und teilhaben lassen an den religiösen und kulturellen Aktivitäten der Gemeinde.

Parkplätze

Bitte planen Sie ausreichend Zeit für die Anreise ein, die Synagoge hat keinen eigenen Parkplatz. Bitte nutzen Sie am besten eines der umliegenden Parkhäuser (Bonifaziustürme, Bleiche, Schloss oder Rheinufer). Allerdings muss von dort aus jeweils ein etwa 10-minütiger Fußweg in Kauf genommen werden.

Haltestelle

Mainz Synagogenplatz

Adresse und Lage

Neue Synagoge, Mainz
Jüdische Gemeinde Mainz K.d.ö.R.
Synagogenplatz
55118 Mainz

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