Alexander L. Ringer

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»... stellvertretend für eine Generation von Opfern des NS-Regimes, ein Schicksal, das ihn selbst zu seinem Lebensthema 'Deutschland, das Judentum und die Musik' führte. Er steht deshalb in besonderer Weise als Beispiel für die Bedeutung und die Wichtigkeit einer Reflexion über Musik neben dem unbestrittenen Rang musikalischer Interpretation.«

Als Sohn holländischer Juden wurde der Musikhistoriker Alexander L. Ringer 1921 in Berlin geboren. Trotz seiner Übersiedlung nach Amsterdam im Alter von 17 Jahren entkam er dem nationalsozialistischen Terror nicht. 1943 wurde er deportiert. Er überlebte das KZ und widmete sich ab 1946 dem Studium der Musik- und Sozialwissenschaften. Von 1958 bis 1991 lehrte Ringer an der University of Illinois, wo er 1963 zum Leiter der musikwissenschaftlichen Abteilung ernannt wurde. Im gleichen Jahr half er beim Aufbau des Fachbereichs Musikwissenschaft an der Hebrew University in Jerusalem mit, der er in den Jahren 1966/67 als Leiter vorstand. Im Mai 2002 ist Alexander L. Ringer im Alter von 81 Jahren in Lansing, Michigan gestorben.