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25. Rheingau Literatur Preis – Robert Seethaler: Das Feld

Der österreichische Schriftsteller Robert Seethaler erhält für seinen Roman „Das Feld“ den 25. Rheingau Literatur Preis. Robert Seethaler wird am 23. September 2018 auf Burg Schwarzenstein mit dem Preis geehrt. Im Anschluss an die Preisverleihung folgt die Lesung des Preisträgers.

Jurybegründung

Robert Seethaler versammelt in seinem neuen Roman „Das Feld“ einen Stimmenchor der Toten: Alle Ich-Erzähler des Buchs haben ihren Platz auf dem Friedhof der imaginä-ren Gemeinde Paulstadt gefunden. Die literarische Tradition der Totengespräche führt der österreichische Schriftsteller in die Moderne, indem er die einzelnen Erinnerungen in Stil und Länge variiert – bis hin zu einem Kapitel, das nur aus einem einzigen mar-kanten Wort besteht. Aus den Blicken der Toten auf ihr Leben oder das ihrer Mitmen-schen entsteht das Porträt einer Gemeinschaft über fast ein Jahrhundert hinweg, die sich erst in der Gesamtbetrachtung als vielfältig miteinander verwoben erweist und in Zu- wie Abneigung übers Grab hinaus lebendig bleibt. „Das Feld“ ist als Komplementär-stück zu „Ein ganzes Leben“ konzipiert, Seethalers vorherigem Roman, der nur von ei-nem einzigen Protagonisten erzählte. Verbunden sind beide Bücher durch ihren un-verwechselbaren Erzählton und die Selbstverständlichkeit eines literarischen Umgangs mit dem Tod, der darüber nicht seinen Schrecken, aber seine Letztgültigkeit verliert.

Rheingau Literatur Preis

Der Rheingau Literatur Preis ist mit 11.111 Euro und 111 Flaschen besten Rheingau Rieslings dotiert und würdigt herausragende deutschsprachige Prosa der letzten zwölf Monate. Die durch das Rheingau Literatur Festival initiierte Ehrung wurde in diesem Jahr zum vierundzwanzigsten Mal vergeben. Der ursprüngliche Geldpreis von 10.000 Euro wird zu gleichen Teilen vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und vom Rheingau Musik Festival e. V. gespendet. Der Hauptsponsor des Rheingau Literatur Festivals, Burg Schwarzenstein Relais & Châteaux, stockt die Summe um 1.111 Euro auf. 111 Flaschen besten Rheingauer Weins stellt der Verband Deutscher Prädikatsweingüter Rheingau zur Verfügung.

Die Jury

  • Prof. Dr. Heiner Boehncke
    Künstlerischer Leiter des Rheingau Literatur Festivals, Publizist und Literaturwissenschaftler

  • Dr. Alf Mentzer
    Literaturredakteur hr2-kultur

  • Dr. Viola Bolduan
    ehemals Feuilletonchefin Wiesbadener Kurier

  • Andreas Platthaus
    Literaturchef der F.A.Z.

  • Prof. Dr. Wilfried Schoeller
    Publizist und Literaturwissenschaftler

Die bisherigen Preisträger

Stefanie Menzinger, „Schlangenbaden“ (1994)
Ulla Berkéwicz, „Mordad“(1995)
Herbert Maurer, „Ein Rabenflug“ (1996)
Thomas Meinecke, „Tomboy“ (1997)
Hella Eckert, „Hanomag“ (1998)
Thomas Lehr, „Nabokovs Katze“ (1999)
Peter Stamm, „Agnes“ und „Blitzeis“ (2000)
Bodo Kirchhoff, „Parlando“ (2001)
Robert Gernhardt, „Im Glück und anderswo“ (2002)
Reinhard Jirgl, „Die Unvollendeten“ (2003)
Ralf Rothmann, „Junges Licht“ (2004)
Gert Loschütz, „Dunkle Gesellschaft“ (2005)
Clemens Meyer, „Als wir träumten“ (2006)
Antje Rávic Strubel, „Kältere Schichten der Luft“ (2007)
Ursula Krechel, „Shanghai fern von wo“ (2008)
Christoph Peters, „Mitsukos Restaurant“ (2009)
Jochen Schimmang, „Das Beste, was wir hatten“ (2010)
Josef Haslinger, „Jáchymov” (2011)
Sten Nadolny, „Weitlings Sommerfrische“ (2012)
Ralph Dutli, „Soutines letzte Fahrt“ (2013)
Stephanie Bart, „Deutscher Meister“ (2014)
Klaus Modick, „Konzert ohne Dichter“ (2015)
Saša Stanišić, "Fallensteller" (2016)
Ingo Schulze, „Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst" (2017)