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Rheingau Literatur Festival 2018

WeinLese 2018: 13.9. – 23.9.2018

Zur herbstlichen WeinLese hält zwischen dem 13. und 23. September 2018 wieder ein literarischer Jahrgang Einzug in einmalige Kulturstätten des Rheingaus. Pittoreske Weingüter, urige Sektkeller und die an mittelalterliche Architektur erinnernde romantische Burg Schwarzenstein laden dazu ein, mit Literatur auf Tuchfühlung zu gehen.

Das Konzept der WeinLese ist so einfach wie überzeugend: Dreh- und Angelpunkt jeder Veranstaltung ist der Dialog mit den Schriftstellern, die aus aktuellen Werken Kostproben geben. Zusammen mit unseren renommierten Moderatoren Prof. Dr. Heiner Boehncke (Künstlerischer Leiter Rheingau Literatur Festival), Ruth Fühner (Moderatorin hr2-kultur), Andreas Platthaus (F.A.Z.-Literaturchef) und Martin Maria Schwarz (Moderator hr2-kultur) tauchen Sie intensiv in die vorgestellten Werke ein, erfahren mehr über die Hintergründe und verstehen Zusammenhänge.

Friedrich Ani: Die Ermordung des Glücks

© Heike Steinweg/Suhrkamp Verlag

13.9. Donnerstag, 20.00 Uhr, Burg Schwarzenstein, Geisenheim-Johannisberg

Friedrich Ani Lesung
Martin Maria Schwarz Moderation

Ergreifend, kunstvoll - so kann Krimi sein!
Der elfjährige Lennard kommt an einem Novembernachmittag nicht von der Schule nach Hause. 34 Tage später überbringt der ehemalige Leiter der Mordkommission Jakob Franck den Eltern die Todesnachricht. Der Junge wurde erschlagen aufgefunden. Während die Ermittler auf der Stelle treten und die Familie keinen Weg findet, mit dem Verlust umzugehen, vergräbt Franck sich bis zur Erschöpfung in den Fall – angetrieben von dem Bedürfnis der Familie Klarheit zu verschaffen.

Tilman Spreckelsen: Der Held im Pardelfell

© Birgit Meixner/Galiani Berlin

14.9. Freitag, 20.00 Uhr, Weingut Hamm, Oestrich-Winkel

Tilman Spreckelsen Lesung
Heiner Boehncke Moderation

Zauberhafte Liebes- und Heldengeschichte
Über Jahrhunderte mündlich überliefert, prägend für das Selbstverständnis eines ganzen Landes und dabei eine zauberhafte Liebesund Heldengeschichte: Tilman Spreckelsen und die Illustratorin Kat Menschik haben sich das georgische Nationalepos rund um die Helden Tinatin und Awtandil, Nestan Daredschan und Tariel vorgenommen und daraus ein modern erzähltes und kunstvoll illustriertes Buch gemacht.

Andreas Platthaus: Der Krieg nach dem Krieg

© Wonge Bergmann

15.9. Samstag, 20.00 Uhr, Kelterhalle des Rheingau Musik Festivals, Oestrich

Andreas Platthaus Lesung
Ruth Fühner Moderation

Deutschland zwischen Revolution und Versailles 1918/19
2018 jährt sich der eigentliche Beginn des 20. Jahrhunderts zum hundertsten Mal. Mit den Jahrestagen von Waffenstillstand, Novemberrevolution, Republikgründung und Versailles schildert Andreas Platthaus den Krieg nach dem Krieg und den Anfang einer schrecklichen Moderne. Eine packende Analyse jenes historischen Moments, in dem für einen Augenblick alles möglich schien – bevor auf verhängnisvolle Weise die Weichen für die Zukunft gestellt wurden.

Anna Katharina Hahn: Das Kleid meiner Mutter

© Jürgen Bauer/Suhrkamp Verlag

16.9. Sonntag, 11.00 Uhr, Schloss Vollrads, Oestrich-Winkel

Lesung mit Schlenderweinprobe
Anna Katharina Hahn
Lesung
Ruth Fühner Moderation

Faszinierende Gesellschaftsdiagnose und feinsinniges Generationenporträt
Madrid im Sommer 2012: Die junge Ana María, genannt Anita, gehört zur „verlorenen Generation“, der jede Möglichkeit einer selbstbestimmten Existenz genommen wurde. Doch alles Schlimme lässt sich steigern: Eines Tages liegen ihre Eltern tot in der gemeinsamen Wohnung. Unversehens rutscht sie in das Leben der Mutter hinein. Anita muss sich nur eines ihrer Kleider überstreifen, schon halten sie alle denen sie begegnet – auch Mutters geheimnisvoller deutscher Liebhaber – für Blanca. Und deren Alltag ist viele aufregender, als sie sich hätte träumen lassen …

Ulrich Wickert: Nie die Lust aus den Augen verlieren. Lebensthemen

© Paul Ripke

19.9. Mittwoch, 20.00 Uhr Schloss Johannisberg, Geisenheim-Johannisberg

Ulrich Wickert Lesung
Heiner Boehncke Moderation

An- und Einsichten des bekannten deutschen Journalisten
Er schreibt über Frankreich und Paris, aber auchüber New York oder China. Er erzählt von Begegnungenund Gesprächen mit Schriftstellernund Politikern, stellt Überlegungen über Werte,Tugenden oder die aufklärerische Funktiondes Journalismus an. Aus 35 Jahren schriftstellerischenLebens versammelt Ulrich Wickert anlässlichseines 75. Geburtstags Bekanntes, aberauch Überraschendes in einem neuen Buch.Entstanden ist ein faszinierendes Porträt desbekannten Journalisten und Schriftstellers undgleichzeitig ein spannendes Abbild unserer Zeit.

Gert Loschütz: Ein schönes Paar

© Bogenberger/autorenfotos.com

20.9. Donnerstag, 20.00 Uhr, Draiser Hof – Weingut und Gutshotel Baron Knyphausen, Eltville-Erbach

Gert Loschütz Lesung
Andreas Platthaus Moderation

Die Erkundung einer komplizierten Liebe
Bei der Haushaltsauflösung seines Elternhauses stößt der Fotograf Philipp auf einen Gegenstand, der in der Geschichte seiner verstorbenen Eltern eine entscheidende Rolle gespielt hat. Philipp erinnert sich an ihr junges Liebesglück, ihre Hoffnungen und Gefährdungen, an die überstürzte Flucht aus der DDR in den Westen. Das hätte der Beginn eines erfüllten Lebens sein können. Tatsächlich aber trug die Flucht den Keim des Unglücks in sich. Ein ergreifender Roman über Liebe und Vergänglichkeit vor dem Hintergrund der deutschen Teilung.

Petra Morsbach: Justizpalast

© Bogenberger/autorenfotos.com

21.9. Freitag, 20.00 Uhr Sektkellerei Bardong, Geisenheim

Petra Morsbach Lesung
Andreas Platthaus Moderation

Gesetz und Moral, grandiose Literatur!
Thirza Zorniger ist Richterin im Münchner Justizpalast, doch auch hier ist die Wirklichkeit anders als die Theorie. Rechtsphilosophisch gebildet fahndet sie zwischen Redlichkeit und Routine, Moral und Missbrauch nach der Gerechtigkeit und kollidiert immer wieder mit ihrer desolaten privaten Situation. Ein Roman über die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, über erregte, zynische, unverschämte, verblendete, verrückte, verwirrte und verzweifelte Rechtssuchende sowie überlastete, mehr oder weniger gewissenhafte, kauzige, weise, verknöcherte und leidenschaftliche Richter.

Alfred Grosser: „Le Mensch. Die Ethik der Identitäten“

© Konrad-Adenauer-Stiftung

22.9. Samstag, 20.00 Uhr Kelterhalle des Rheingau Musik Festivals, Oestrich

Alfred Grosser Lesung
Manfred Osten Moderation

Das Menschsein unter der Lupe
Wer bestimmt, was der Mensch ist: als Individuum oder Amtsinhaber, als Angehöriger einer Gruppe, Religion oder Ethnie? Facettenreich und klar in der Sprache nimmt der große Europäer Alfred Grosser das Menschsein, die komplexen Aspekte von Identität, auf allen Feldern des gesellschaftlichen Lebens unter die Lupe. Dabei wehrt er sich gegen ein altes Grundübel, das aktueller ist denn je – den Finger, der auf andere zeigt, das „schlimme DIE“. Ein großes Buch, das uns auffordert, auch in schwierigen Zeiten niemals unsere Menschlichkeit zu verlieren.

25. Rheingau Literatur Preis – Robert Seethaler: Das Feld

© Urban Zintel

23.9. Sonntag, 11.00 Uhr, Burg Schwarzenstein, Geisenheim-Johannisberg

Heiner Boehncke Moderation

Preisverleihung und Lesung des Preisträgers

Ein poetisches Stimmkonzert einer Provinzstadtbevölkerung
Wenn die Toten auf ihr Leben zurückblicken könnten, wovon würden sie erzählen? Eine Geschichte oder die Erinnerung einen Moment, an ein bestimmtes Gefühl? „Das Feld“ – das ist der fiktive Friedhof eines kleinen Ortes und die dort Begrabenen erzählen ihre Geschichte: Einer wurde geboren, verfiel dem Glücksspiel und starb. Eine erinnert sich daran, dass ihr Mann ein Leben lang ihre Hand in seiner gehalten hat. Eine andere hatte 67 Männer, doch nur einen hat sie geliebt. Und einer dachte: Man müsste mal raus hier. Doch dann blieb er. Robert Seethaler entwickelt in seinem Roman ein Porträt einer Stadt, eine vielstimmige Gesamtschau auf das Leben, in der er für jede Figur eine eigene Sprache findet.

Robert Seethaler – geboren 1966 in Wien, ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller und Drehbuchautor. Seine Romane „Der Trafikant“ und „Ein ganzes Leben“ wurden zu großen internationalen Publikumserfolgen. Er lebt in Wien und Berlin.

Die Begründung der Jury:
„Robert Seethaler versammelt in seinem neuen Roman „Das Feld“ einen Stimmenchor der Toten: Alle Ich-Erzähler des Buchs haben ihren Platz auf dem Friedhof der imaginären Gemeinde Paulstadt gefunden. Die literarische Tradition der Totengespräche führt der österreichische Schriftsteller in die Moderne, indem er die einzelnen Erinnerungen in Stil und Länge variiert – bis hin zu einem Kapitel, das nur aus einem einzigen markanten Wort besteht. Aus den Blicken der Toten auf ihr Leben oder das ihrer Mitmenschen entsteht das Porträt einer Gemeinschaft über fast ein Jahrhundert hinweg, die sich erst in der Gesamtbetrachtung als vielfältig miteinander verwoben erweist und in Zu- wie Abneigung übers Grab hinaus lebendig bleibt. „Das Feld“ ist als Komplementärstück zu „Ein ganzes Leben“ konzipiert, Seethalers vorherigem Roman, der nur von einem einzigen Protagonisten erzählte. Verbunden sind beide Bücher durch ihren unverwechselbaren Erzählton und die Selbstverständlichkeit eines literarischen Umgangs mit dem Tod, der darüber nicht seinen Schrecken, aber seine Letztgültigkeit verliert.“

http://www.burg-schwarzenstein.de

Hauptsponsor des Rheingau Literatur Festivals

Relais & Châteaux Hotel Burg Schwarzenstein

Medienpartner des Rheingau Literatur Festivals

hr2-kultur