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Rheingau Literatur Festival – Robert Seethaler: Das Feld

25. Rheingau Literatur Preis – Robert Seethaler: Das Feld

Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Robert Seethaler © Urban Zintel

Künstler

Robert Seethalter Lesung
Heiner Boehncke
Moderation

Programm

Preisverleihung und Lesung des Preisträgers

Beschreibung

Ein poetisches Stimmkonzert einer Provinzstadtbevölkerung
Wenn die Toten auf ihr Leben zurückblicken könnten, wovon würden sie erzählen? Eine Geschichte oder die Erinnerung einen Moment, an ein bestimmtes Gefühl? „Das Feld“ – das ist der fiktive Friedhof eines kleinen Ortes und die dort Begrabenen erzählen ihre Geschichte: Einer wurde geboren, verfiel dem Glücksspiel und starb. Eine erinnert sich daran, dass ihr Mann ein Leben lang ihre Hand in seiner gehalten hat. Eine andere hatte 67 Männer, doch nur einen hat sie geliebt. Und einer dachte: Man müsste mal raus hier. Doch dann blieb er. Robert Seethaler entwickelt in seinem Roman ein Porträt einer Stadt, eine vielstimmige Gesamtschau auf das Leben, in der er für jede Figur eine eigene Sprache findet.

Die Begründung der Jury:
„Robert Seethaler versammelt in seinem neuen Roman „Das Feld“ einen Stimmenchor der Toten: Alle Ich-Erzähler des Buchs haben ihren Platz auf dem Friedhof der imaginären Gemeinde Paulstadt gefunden. Die literarische Tradition der Totengespräche führt der österreichische Schriftsteller in die Moderne, indem er die einzelnen Erinnerungen in Stil und Länge variiert – bis hin zu einem Kapitel, das nur aus einem einzigen markanten Wort besteht. Aus den Blicken der Toten auf ihr Leben oder das ihrer Mitmenschen entsteht das Porträt einer Gemeinschaft über fast ein Jahrhundert hinweg, die sich erst in der Gesamtbetrachtung als vielfältig miteinander verwoben erweist und in Zu- wie Abneigung übers Grab hinaus lebendig bleibt. „Das Feld“ ist als Komplementärstück zu „Ein ganzes Leben“ konzipiert, Seethalers vorherigem Roman, der nur von einem einzigen Protagonisten erzählte. Verbunden sind beide Bücher durch ihren unverwechselbaren Erzählton und die Selbstverständlichkeit eines literarischen Umgangs mit dem Tod, der darüber nicht seinen Schrecken, aber seine Letztgültigkeit verliert.“

Jury des 25. Rheingau Literatur Preises:
Prof. Dr. Heiner Boehncke (Leitung), Dr. Alf Mentzer (Literaturredakteur hr2-kultur), Dr. Viola Bolduan (ehemalige Feuilletonchefin des Wiesbadener Kuriers), Andreas Platthaus (F.A.Z.-Literaturchef) und Prof. Dr. Wilfried Schoeller (Journalist, P.E.N. Deutschland).