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Rheingau Literatur Preis 2019

Dörte Hansen: Mittagsstunde

© Sven Jaax

Künstler

Dörte Hansen Lesung
Heiner Boehncke Moderation

Programm

Jurybegründung:
Dörte Hansens „Mittagsstunde“ ist eine bewegende Reise in die verlorene Zeit. Mit archäologischem Gespür lässt Dörte Hansen die untergehende Kultur einer norddeutschen Dorfgemeinschaft wieder lebendig werden. In meisterhafter Intensität beschwört sie Gerüche und Geräusche der ländlichen Lebenswelt und damit gelingt ihr das Kunststück, das Verschwinden dieser Lebensform sinnlich erfahrbar werden zu lassen.

Der Rheingau Literatur Preis ist mit 11.111 Euro und 111 Flaschen besten Rheingauer Riesling – gestiftet vom VDP.Rheingau e. V. – dotiert und würdigt herausragende deutschsprachige Prosa der letzten zwölf Monate.

Beschreibung

Brillante Erzählkunst

Die Wolken hängen schwer über der Geest, als Ingwer Feddersen, 47, in sein Heimatdorf zurückkehrt. Er hat hier noch etwas gutzumachen, möchte sich um seine altersschwachen Großeltern kümmern. Großmutter Ella ist dabei, ihren Verstand zu verlieren, Großvater Sönke hält in seinem alten Dorfkrug stur die Stellung. Er hat die besten Zeiten hinter sich, genau wie das ganze Dorf. Wann hat dieser Niedergang begonnen? In den 1970er Jahren, als nach der Flurbereinigung erst die Hecken und dann die Vögel verschwanden? Als die großen Höfe wuchsen und die kleinen starben? Als Ingwer zum Studium nach Kiel ging und den Alten mit dem Gasthof sitzen ließ? Brillant und mit großer Wärme erzählt Dörte Hansen vom Wandel eines Dorfes und seiner Bewohner, vom Verschwinden einer bäuerlichen Welt, von Verlust, Abschied und von einem Neubeginn.

Dörte Hansen arbeitete nach ihrem Studium als NRD-Redakteurin und Autorin für Hörfunk und Print. Ihr Debüt „Altes Land“ avancierte zum Jahresbestseller 2015.

Jury des 24. Rheingau Literatur Preises:
Prof. Dr. Heiner Boehncke (Leitung), Dr. Alf Mentzer (Literaturredakteur hr2-kultur), Dr. Viola Bolduan (ehemalige Feuilletonchefin des Wiesbadener Kuriers), Andreas Platthaus (F.A.Z.-Literaturchef) und Prof. Dr. Wilfried Schoeller (Journalist, P.E.N. Deutschland)

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