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Eröffnung des 26. Rheingau Literatur Festivals

Friedrich Ani: Ermordung des Glücks

Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

© Heike Steinweg/Suhrkamp Verlag

Künstler

Friedrich Ani Lesung
Martin Maria Schwarz Moderation

Beschreibung

Ergreifend, kunstvoll - so kann Krimi sein!
Der elfjährige Lennard, talentierter Fußballer und Musiker, ein fröhliches Kind kommt an einem Novembernachmittag nicht von der Schule nach Hause. 34 Tage später überbringt der ehemalige Leiter der Mordkommission Jakob Franck den Eltern die Todesnachricht. Ihr Junge wurde erschlagen aufgefunden. Während die Ermittler auf der Stelle treten und die Familie keinen Weg findet, mit dem Verlust umzugehen, vergräbt Franck sich bis zur Erschöpfung in den Fall - angetrieben von dem Bedürfnis der Familie Klarheit zu verschaffen und den scherzhaften Erinnerungen an seine vier ungelösten Mordfälle. Friedrich Ani geht in seinem neuen Roman dorthin, wo es weh tut, in die oft nicht mehr nachvollziehbaren, den Betroffenen wie Außenstehenden kaum noch erklär- und beschreibbaren Zonen des Schmerzes. Er lässt die Protagonisten immer wieder in Spiegel schauen. Darin erkennen sie ihre Gesichter nicht, wissen immer weniger, wen sie da vor sich sehn. Sie lösen sich auf. Kunstvoll findet Ani unerhörte Worte für diese Prozesse der Selbsttötung bei lebendigen Leibe und spürt der Frage nach was mit Menschen passiert, deren Glück ermordet wurde.

Friedrich Ani - geboren 1959, lebt in München. Er schreibt Romane, Gedichte, Jugendbücher, Hörspiele, Theaterstücke und Drehbücher. Sein Werk wurde mehrfach übersetzt und vielfach prämiert, u. a. mit dem Deutschen Krimi Preis, dem Adolf-Gromme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis.