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Rheingau Literatur Festival

Iris Wolff: Die Unschärfe der Welt

Iris Wolff © Annette Hauschild

Künstler

Iris Wolff Lesung
Martin Maria Schwarz Moderation

Beschreibung

Hätten Florentine und Hannes den beiden jungen Reisenden auch dann ihre Tür geöffnet, wenn sie geahnt hätten, welche Rolle der Besuch aus der DDR im Leben der Banater Familie noch spielen wird? Hätte Samuel seinem besten Freund Oz auch dann rückhaltlos beigestanden, wenn er das Ausmaß seiner Entscheidung überblickt hätte? In „Die Unschärfe der Welt“ verbinden sich die Lebenswege von sieben Personen, sieben Wahlverwandten, die sich trotz Schicksalsschlägen und räumlichen Distanzen unaufhörlich aufeinander zubewegen. So entsteht vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Ostblocks und der wechselvollen Geschichte des 20. Jahrhunderts ein großer Roman über Freundschaft und das, was wir bereit sind, für das Glück eines anderen aufzugeben. Kunstvoll und höchst präzise lotet Iris Wolff die Möglichkeiten und Grenzen von Sprache und Erinnerung aus - und von jenen Bildern, die sich andere von uns machen.

Iris Wolff, geboren 1977 in Rumänien, emigrierte 1985 nach Deutschland. Sie studierte Germanistik, Religionswissenschaft und Grafik und Malerei in Marburg an der Lahn. Zuletzt ausgezeichnet mit dem Solothurner Literaturpreis 2021 lebt die mehrfache Preisträgerin als freie Autorin in Freiburg im Breisgau.