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L6

Rheingau Literatur Festival

Rafael Seligmann: Rafi, Judenbub

Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Karten zu 25,80 € sind am Veranstaltungstag ab 17:00 Uhr an der Abendkasse erhältlich. An der Abendkasse ist nur Barzahlung möglich.

Rafael Seligmann © privat

Künstler

Rafael Seligmann Lesung
Martin Maria Schwarz Moderation

Beschreibung

1957 kehren Ludwig und Hannah Seligmann mit ihrem zehnjährigen Sohn Rafael nach Deutschland zurück. Es fällt ihnen schwer, in der alten Heimat Fuß zu fassen. Rafael und sein Vater leiden zunehmend unter Vorurteilen. Die Familie übersiedelt schließlich nach München, wo sie sich allmählich einlebt. Trotz aller Hindernisse macht der verträumte Schulversager Rafael das Abitur, studiert Geschichte und hat – gegen den erbitterten Widerstand der Mutter – eine Beziehung mit Ingrid, einer „Schickse“. Ebenso einfühlsam wie unsentimental erzählt Rafael Seligmann in „Rafi, Judenbub“, dem dritten Teil seiner autobiographischen Familiensaga, von der schwierigen Suche nach der verlorenen Heimat des Vaters. Dieser Roman ist zugleich ein Stück Zeitgeschichte aus einem Deutschland, in dem die Verantwortung für die Vergangenheit noch kaum im öffentlichen Bewusstsein verankert war.

Rafael Seligmann, geboren 1947 in Tel Aviv, lebt seit 1957 in Deutschland, dem Heimatland seines Vaters, das dieser 1934 verlassen hatte. Er arbeitete als Journalist und Politikberater; sein erster Roman erschien 1988. „Rafi, Judenbub“ ist der Abschlussband einer Trilogie, die der eigenen Familiengeschichte folgt; die ersten beiden Teile sind „Lauf, Ludwig, lauf“ (2019) und „Hannah und Ludwig“ (2020). Seligmann engagiert sich im Verein „GesichtZeigen! Für ein weltoffenes Deutschland“.